Spätsaison-Shopping für die Stoffkiste

Am vergangenen Wochenende war wieder mal der Ebernburger Mittelaltermarkt. Obwohl weit entfernt von jeglicher historischer Korrektheit ist ein Besuch dort für mich Pflicht und auch Genuss. Die schönen Gassen, die Schänken, eine bunte Mischung von Verkaufsständen und vor allem das wirklich vielfältige Musik- und Unterhaltungsprogramm sind immer wieder schön. Für mich war es einer der ersten Märkte, die ich je besucht habe und für mich läutet er seit jeher den Herbst ein. Ich trinke dort meistens meinen ersten Federweißen der Saison, quatsche mit lieben Leuten, die ich nur dort treffe und genieße mit meinem Mann einfach den Tag.

Und weil danach nicht mehr wirklich viele Märkte stattfinden und wir auch kaum mehr zu Terminen ausrücken, ists die letzte Gelegenheit, noch das ein oder andere einzukaufen. Nun ist das Angebot, wie schon gesagt, bunt gemischt und der ernsthafte Reenactor wird eventuell nicht ganz befriedigt, aber an einigen Stellen wird man schon fündig.

Eigentlich hatte ich ja gedacht, dass ein Stoffkauf in diesem Jahr tabu ist. Aber bei der Tuchweberei Widmann waren doch zu viele Schätze dabei. Also gabs zwei Rautenköper-Stoffe für unsere Sammlung. Diese werden nun erst einmal gewaschen und dann… Ja dann. In die Stoffkiste? Es wäre nicht unser erster Ebernburg-Stoffkauf, der nach Waschen, intensivem Streicheln, Liebkosen und immer wieder Anschauen  und dann mit weiterer Überlegung, was denn nun daraus wird, erst einmal in der Kiste geparkt wird. Nein. Ich habe mir fest vorgenommen, dass diese Stoffe noch vor Jahresende zwei vorzeigbare Kleidungsstücke werden fürs historische Hobby. Das Nähen ist soweit auch nicht das Problem, sondern das Zerschneiden des schönen Stoffs und immer noch die Angst vor Fehlern. Aber egal: In der Kiste ist genug Stoff zum Üben.

Stoffe_Ebernburg

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