Die Offiziersschärpe nochmal…

Bei meinem letzten Urlaub Anfang Oktober habe ich endlich ein Original einer altpreußischen Offiziersschärpe sehen können. Unsere kleine Rundfahrt führte uns ins Blüchermuseum nach Kaub und da wir an dem verregneten Wochentag lange die ersten und einzigen Besucher dort waren, wurden wir auch sehr exklusiv durch die Räume geführt.

Das Beste: man durfte fotografieren und das habe ich dann auch ausgiebig gemacht. Da das Ganze aber hinter der Scheibe war, musste ich die Schärpe so nehmen, wie sie da lag.

Detailaufnahme Offiziersschärpe
Detail der altpreußischen Offiziersschärpe im Blüchermuseum Kaub

 

Offiziersschärpe in einer Vitrine
Die altpreußische Offiziersschärpe im Blüchermuseum Kaub

Wie ich bereits vermutet hatte, wären da noch einige deutliche Unterschiede zu meiner Rekonstruktion von damals. So ist der schwarze Seidenfaden mit einem Silberfaden verdrillt, wohl auch, um den Faden in der Verarbeitung ähnlich der des silbernen Fadens zu machen. Des Weiteren war der Silberfaden um einiges feiner als das, was ich damals verwendet hatte. Diese beiden Dinge zusammen ermöglichen es auch, ein gleichmäßigeres und feineres Maschenbild beim Sprang zu erreichen.

Also sollte ich jemals wieder den Drang verspüren, solch eine Schärpe anzufertigen, gilt es, den passenden Silberfaden zu finden, und zwar für die Silberstreifen als auch für die Seide. Ich bin mir nämlich ziemlich sicher, dass es schwarze Seide verdreht mit Echtsilber nicht so einfach zu kaufen gibt und daher selbst versponnen werden muss. Oder man greift zu einer Lurex-Seide-Alternative – womit aber wieder der Unterschied der Materialien größer werden könnte, da das Lurex die Seide nicht adäquat versteifen würde.

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Wieder da!

Der Umzug ist vorbei, der Sommer auch und wenn ich so nach draußen schaue, hat auch schon der Herbst bald Halbzeit.

Es geht also praktisch stramm auf Weihnachten zu. Der letzte Termin für dieses Jahr steht praktisch vor der Tür: Am kommenden Samstag, 12. November sind wir bei der Museumsnacht in Nastätten zu Gast: http://www.museum-leben-und-arbeiten.de/seite/156549/museumsnacht.html

Nun aber zurück zum Umzug: Optisch hat sich nichts geändert (es sei denn, ich wollte es so) – nur der Anbieter ist ein anderer. Aber der aufmerksame Archivbeobachter wird bemerken, dass der „neue“ Blog älter geworden ist. Uns ist es nämlich endlich gelungen, die Datenbank des abgeschossenen alten Blogs hier hinein zu integrieren. Eine Fleißarbeit, die hauptsächlich mein Mann übernommen hat. Danke hierfür. Einige Bilder müssen noch nachträglich eingefügt werden. Die wollten nicht so problemfrei mit.

Also freut euch auf ein paar alte (noch bildfreie) Einträge.