Auch ich habe mal Glück

Naja, eigentlich geht es mir nicht schlecht, also bin ich auch nicht unglücklich…

Aber was Gewinnspiele angeht, beteilige ich mich normalerweise erst gar nicht und wenn doch mal, dann gewinne ich nichts.

Letzten Mittwoch war es dann doch mal anders. Gerade vom Einkaufen gekommen und auf dem Sofa platziert erblickte ich in der Landesschau eine meiner Lieblingssängerinnen, Loreena McKennitt, die mit ihrer Harfe aufspielte.
Wenn so etwas geschieht, muss doch irgendwo ein Konzert stattfinden – vielleicht sogar beim SWR? Irgendeine Vorausahnung muss es gewesen sein, dass ich meine bessere Hälfte um das Telefon bat… und da wurde auch schon die Nummer für einen Kartengewinn mitgeteilt. Angerufen… besetzt… nochmal… besetzt…. nochmal… FREI!
Ich kam tatsächlich durch und hatte zwei Karten gewonnen – für ein Studiokonzert im Funkhaus in Mainz und auch das einzige diesjährige Konzert von Loreena in Deutschland.  Wow….

Am folgenden Abend genossen wir im Foyer des SWR ein wunderbares Konzert mit Loreena McKennitt. Ich war einfach nur hin und weg von der Stimme und begeistert, dass neben den Sachen aus dem neuen Album auch ganz alte Songs gespielt wurden. Dies erinnerte mich noch mehr an die Zeit, an der sich mein Männe und ich kennenlernten und er mir Lieder von ihr überspielte *schwelg*

Anschließend gab es auch noch eine Signierstunde, bei der wir geduldig anstanden. Es war einfach nur herrlich!


Wir und Loreena McKennitt am Signiertisch –
Danke nochmals an die beiden Damen, die uns fotografiert haben 🙂

Fertig gewebt

Bereits vor rund zwei Wochen habe ich endlich das broschierte Band abgeschlossen. Da noch ein wenig Platz auf der Kette war, habe ich noch anhand zweier weiterer Muster ausprobiert, wie sich denn die verschiedenen Silberfäden verarbeiten lassen, die hier inzwischen rumfliegen.


Broschur Bamberg, 12. Jh.

Das Japansilber war erwartungsgemäß ein wenig zu dick und sehr störrisch in der Verarbeitung.


Broschur 11./12. Jh. vermutlich Köln

Der dünnere Silberfaden sah dafür wunderbar aus. Nur bin ich mir leider nicht sicher, ob es sich bei dem Garn wirklich um echten Silberlahn handelt.


Broschur 11./12. Jh. Trondheim

Das nächste Band ist quasi auch schon abgearbeitet und wird Bestandteil der Antiken-/Keltenpräsentation der IRM. Ich habe endlich mal wieder ein Zweilochgewebe mit der allseits bekannt-beliebten Zinnenmäanderraute gewebt. Fotos dazu gibts später 🙂

Kleidchen für die Tische

Nein, keine Tischdecken, sondern Tischhussen. Einige Jahre Erfahrung auf diversen Veranstaltungen haben uns gezeigt, dass Tischdecken meist sehr rutschige Angelegenheiten sind. Einmal liegt das in der Natur der Sache, da wir nicht nur kleine Mitteldeckchen, sondern lange Decken über die Tische und unter unsere Ausstellung legen. Des Weiteren kommt es bei Publikumsverkehr immer mal vor, dass sich jemand dran festhält oder mal was dran hängen bleibt.

Für die bald anstehende Reenactmentmesse ( http://www.reenactmentmesse.de/index.htm ) mussten also Bezüge für die Tische her. Dies ist nicht authentisch, aber die Tische drunter sinds auch nicht. Aber der praktische Nutzen zählt. Und weil es so praktisch ist, habe ich dann auch noch mit der Maschine genäht.

Inzwischen sind acht Meter Stoff in Tischbezüge umgewandelt und harren nun noch ihrer Säume. Das ist der lästigste Teil, den ich weder mit der Maschine noch per Handnaht gerne mache. Wenn diese Dinger fertig sind, ist einer der dicken Batzen der Deko für die Messe gepackt. Der nächste werden dann die Drucksachen sein.